Gäbe es eine nach oben offene Skala für Ausraster von Basketballtrainern, Gianmarco Pozzecco wäre ganz vorn mit dabei. Unvergessen, wie der italienische Nationaltrainer beim EM-Spiel gegen die Serben vor drei Jahren aus der Berliner Halle flog, weil er unaufhörlich an der Seitenlinie tobte. Als sich der Sieg abzeichnete, stürmte er aus den Katakomben der Arena zurück Richtung Spielfeld, ehe ihn drei Ordner an Händen und Füßen aus der Halle zerrten. Auch Zeljko Obradovic hätte wegen seiner Wutanfälle einen Spitzenplatz verdient, keiner faltet sein Personal derart übel zusammen an wie die serbische Trainerlegende. Und sein Landsmann Svetislav Pesic ließ seinen Gefühlen, nun ja, ebenfalls hin und wieder freien Lauf. Nach einer Playoff-Heimniederlage stürmte er wild fuchtelnd über das Spielfeld zum damaligen BBL-Geschäftsführer Jan Pommer, um diesen wegen der Schiedsrichtereinteilung zu beschimpfen. Auch der Litauer Sarunas Jasikevicius müsste in dieser Reihe auftauchen, weil er beim Euroleague-Sieg mit Fenerbahce Istanbul wie ein nassgeschwitztes Rumpelstilzchen am Spielfeldrand herumtobte.
Gordon Herbert beim FC Bayern Basketball: Mit Ruhe und einem 3:1 gegen Heidelberg ins Finale um die deutsche Meisterschaft.
Die Basketballer des FC Bayern stehen im Finale um die deutsche Meisterschaft. Auch dank Trainer Gordon Herbert, der auch in größten Drucksituationen die Ruhe bewahrt.






