PfadnavigationHomeSportFußballFrauenfußballEx-Bayern-Kapitänin MagullKampf zurück ins LebenVeröffentlicht am 13.06.2025Lesedauer: 2 MinutenLina Magull im Trikot der deutschen NationalmannschaftQuelle: Daniel Karmann/dpaLina Magull war Kapitän des FC Bayern und Stütze der Nationalmannschaft. Dann erkrankte sie an einer schwerwiegenden Depression, wie sie nun berichtet. Die 30-Jährige wies sich vergangenes Jahr selbst in eine psychiatrische Klinik sein. Darauf sei sie stolz.Die Selbsteinweisung in eine psychiatrische Privatklinik hat der früheren Fußball-Nationalspielerin Lina Magull möglicherweise das Leben gerettet. Die bei Inter Mailand unter Vertrag stehende 30-Jährige erzählte im Podcast „Wie gehts, Lina Magull?“ über eine schwerwiegende Depression im vergangenen Sommer. „Ich hätte kein Problem gehabt, zu sterben“, sagte Magull.Die Krankheit habe sportliche und private Gründe gehabt, berichtete die frühere Kapitänin des FC Bayern. Nach dem absoluten Hoch ihrer Karriere mit der Europameisterschafts-Silbermedaille 2022 in England sei sie schleichend in ein mentales Loch gefallen, was nach dem Vorrunden-Aus bei der WM 2023 in Australien und Neuseeland größer geworden sei. Säulen wie ihre Rolle beim FC Bayern und in der Nationalmannschaft seien weggefallen, auch habe es in ihrem privaten Umfeld tiefgreifende Veränderungen gegeben.Lesen Sie auchIhre erste Konsequenz, die Münchnerinnen Richtung Mailand zu verlassen, sei eine Flucht gewesen, die aber auch keinen Erfolg gebracht habe. Schließlich habe sie sich im vergangenen Sommer selbst in eine Privatklinik eingewiesen. „Ich wusste, ich muss jetzt irgendwohin, komplett raus aus allem, ich muss das behandeln lassen“, sagte Magull.Stolz auf die eigene KlinikeinweisungNach sechs Wochen Klinikaufenthalt konnte sie wieder frei denken, habe erneut Freude am Leben und am Fußball gefunden. „Das ist die Sache, wo ich am stolzesten auf mich bin, egal welche und wie viele Titel ich gewonnen habe. Es macht mich stolz, dass ich in diese Privatklinik gegangen bin, vor allem aber, wie ich wieder herausgegangen bin“, sagte die Fußballerin.„Die Monate zuvor, das war nicht ich. Die Depression hat sich einfach über meine Persönlichkeit geschoben. Du brauchst dann Behandlung, du brauchst Therapie“, meinte Magull, die auch fehlende Behandlungsmöglichkeiten in Deutschland bemängelte. Es fehle an Psychotherapeuten und Psychiatern, die eine regelmäßige intensive Behandlung ermöglichen könnten.dpa/SUF
FC Bayern, Lina Magull: Kampf zurück ins Leben - WELT
Lina Magull war Kapitän des FC Bayern und Stütze der Nationalmannschaft. Dann erkrankte sie an einer schwerwiegenden Depression, wie sie nun berichtet. Die 30-Jährige wies sich vergangenes Jahr selbst in eine psychiatrische Klinik sein. Darauf sei sie stolz.






