PfadnavigationHomePanoramaLaut StudieJeder Vierte will Deutschland verlassen – Auswanderungspläne unter Zugewanderten wachsenVeröffentlicht am 13.06.2025Lesedauer: 2 MinutenEin Frühlingstag in Krakau – Polen wird am häufigsten als Zielland der Ausreisewilligen genanntQuelle: picture alliance/NurPhoto/Beata ZawrzelJede vierte eingewanderte Person in Deutschland denkt über Ausreise nach – 300.000 haben konkrete Pläne. Laut IAB-Studie treibt vor allem politische Unzufriedenheit, Bürokratie und Steuerlast viele, teils gut integrierte Fachkräfte zum Gehen.Rund 26 Prozent der nach Deutschland eingewanderten Personen erwägen wieder ihre Ausreise. Drei Prozent, also 300.000 Menschen, haben bereits konkrete Auswanderungspläne, wie am Mittwoch aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) auf Basis einer repräsentativen Online-Befragung von Eingewanderten in Deutschland hervorgeht. Politische Unzufriedenheit, persönliche Gründe, steuerliche Belastungen und Bürokratie nennen die Befragten als Hauptursachen für Auswanderungsüberlegungen. Die Zielstaaten der Migranten, die in ihr Herkunftsland zurückkehren möchten, liegen überwiegend in Europa und innerhalb der Europäischen Union. Derweil plant eine knappe Mehrheit der Eingewanderten (57 Prozent, rund 5,7 Millionen Personen), dauerhaft in Deutschland zu bleiben.Polen wird am häufigsten als Zielland der Ausreisewilligen genannt, gefolgt von Rumänien. Auch einige europäische Nicht-EU-Staaten wie die Türkei und die Ukraine gehören zu den häufigen Auswanderungszielen. „Bei Weiterwanderung stehen die Schweiz, die USA und Spanien im Fokus“, teilte das IAB mit. „Gerade die für Erwerbs- oder Bildungszwecke zugezogenen, besser gebildeten, wirtschaftlich erfolgreicheren sowie sprachlich besser integrierten Migranten denken überdurchschnittlich häufig über eine Ausreise nach oder äußern konkrete Abwanderungspläne“, erklärte IAB-Forscher Lukas Olbrich – „also genau jene, die Deutschland dringend für die Fachkräftesicherung benötigt.“ Lesen Sie auchDie Hauptgründe für Auswanderungspläne – politische Unzufriedenheit, persönliche Gründe, steuerliche Belastungen und Bürokratie – nennen als Motive sowohl Arbeitsmigranten als auch sogenannte Bildungs- und Familienzuwandernde. „Geflüchtete nennen zusätzlich Diskriminierungserfahrungen als wichtigen Grund.“ Für Menschen, die in ihr Herkunftsland zurückkehren möchten, stehen laut Studie besonders soziale Faktoren im Vordergrund. Die am häufigsten genannten Gründe für eine Rückkehr sind demnach persönliche Bindungen an Partner, Familienangehörige und Freunde. Für diejenigen, die eine Abwanderung in ein anderes Land als ihr Herkunftsland planen, zeigen sich andere Prioritäten – hier sind auch berufliche Motive und die wirtschaftliche Lage im Zielland wichtig.Lesen Sie auch„Abwanderungsabsichten entstehen nicht zufällig“, erläuterte IAB-Forscherin Katia Gallegos-Torres. „Sie sind das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels individueller Motive, persönlicher Merkmale wie Geschlecht, Alter und Bildung, der sozialen und wirtschaftlichen Integration sowie der gesellschaftlichen Akzeptanz.“Reuters/cvb
Auswandern: Jeder Vierte will Deutschland verlassen – aus diesen Gründen - WELT
Jede vierte eingewanderte Person in Deutschland denkt über Ausreise nach – 300.000 haben konkrete Pläne. Laut IAB-Studie treibt vor allem politische Unzufriedenheit, Bürokratie und Steuerlast viele, teils gut integrierte Fachkräfte zum Gehen.






