Sie hatten auf so viel gehofft – und dann das: Als die Grünen bei der Europawahl im vergangenen Sommer auf gerade mal 11,9 Prozent kamen, war der Frust in der Partei groß. Nach drei versemmelten Landtagswahlkämpfen im Osten wurde die Lage noch schwieriger. Der komplette Bundesvorstand trat schließlich Ende September zurück, die Partei stellte ihre Zentrale neu auf, kürte Robert Habeck zum Spitzenkandidaten. Die Ergebnisse sollten endlich besser werden, so das Kalkül. Dann aber stoppten die grünen Balken bei der vorgezogenen Bundestagswahl Ende Februar nach dem Ampel-Aus schon bei 11,6 Prozent.