In Deutschland steht wieder der schnellste Supercomputer in Europa. Auf der an diesem Dienstag veröffentlichten Liste der 500 schnellsten Supercomputer nimmt „Jupiter“ weltweit Platz vier ein. Entwickelt wurde er vom Supercomputing Centre in Jülich bei Aachen, Besitzerin ist die europäische Initiative EuroHPC JU. Noch ist Jupiter nicht fertig. Im Endausbau soll die Anlage 24 000 sogenannte Superchips der Baureihe GH200 Grace Hopper von Nvidia bekommen, die Experten sprechen dabei von einem Booster, also einem Beschleuniger.
Später soll dann für sehr datenintensive Anwendungen noch ein Cluster mit herkömmlichen Prozessorchips dazukommen, das die Münchner Firma Partec liefert. Geplant ist, dass Jupiter dann die Marke von einer Trillion Rechenoperationen pro Sekunde übertrifft – das ist eine Eins mit 18 Nullen. Die Kosten von etwa einer halben Milliarde Euro teilen sich EuroHPC JU, der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen.
Solche Supercomputer muss man sich vorstellen als große Anlage in spezialisierten Hallen, die stark gekühlt werden müssen und gut abgesichert sind. Die Recheneinheiten sind in Regalen untergebracht, ihre enorme Leistung erreichen sie durch möglichst paralleles Rechnen. Wichtig sind dabei auch die Verbindungen der Einheiten untereinander und die Software, um die teure Hardware bestmöglich auszunutzen. Eine lange Lebensdauer haben die Computer nicht. Nach einigen Jahren müssen sie durch neue ersetzt und entsorgt werden.







