Kurz vor dem Ende des Spiels der Füchse Berlin gegen die Rhein-Neckar Löwen wurde es unheimlich. War dieser Berliner Spieler mit der Nummer 19 vielleicht doch kein Mensch? Mathias Gidsel hatte eine kleine Wunde am linken Knie, normalerweise müssen derlei Verletzungen umgehend behandelt werden, damit kein anderer Spieler mit dem Blut des Blessierten in Berührung kommt. Doch bevor der Däne das Feld verlassen musste, konnte er den Schiedsrichtern glaubhaft versichern, dass gar kein Blut floss.

Kann Gidsel nicht bluten, weil irgendein Hochleistungskraftstoff durch seine Adern fließt? Die Leistungen des 26-Jährigen werden regelmäßig mit Attributen wie „überirdisch“ oder „roboterhaft“ geadelt, der Linkshänder scheint die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit immer weiter nach oben zu verschieben und sammelt einen Rekord nach dem anderen. Er hat die Dänen mit der olympischen Bestmarke von 62 Toren zur Goldmedaille geführt, wie auch zum Weltmeistertitel im Februar, er sticht sogar aus diesem Weltklasse-Ensemble regelmäßig heraus.

Zur Beruhigung aller Verschwörungstheoretiker: Mathias Gidsel ist weder ein Außerirdischer noch eine Maschine, er ist einfach nur der beste Handballer des Erdballs. „Er ist alles für uns. Mathias treibt alle an, er macht alle besser. Er ist nicht nur der beste Spieler der Welt, ich glaube sogar, es hat nie einen besseren gegeben“, erklärte Berlins Geschäftsführer Bob Hanning.