Unionsfraktionschef Jens Spahn weist Vorwürfe gegen ihn wegen zu teurer Maskenbestellungen und eines Logistikauftrags in seiner Zeit als Gesundheitsminister zurück. „In der Not ist Haben wichtiger als Brauchen. Das war eine Jahrhundertkrise und eine Ausnahmesituation. Es fehlte an allem. Alles war knapp. Alle haben gesagt: ‚Besorgt es, koste es, was es wolle‘. Natürlich sind wir finanzielle Risiken eingegangen“, sagte der CDU-Politiker im Podcast „Table Today“.
Spahn reagiert damit auf einen Bericht von Süddeutscher Zeitung, WDR und NDR, die den bisher unter Verschluss gehaltenen Bericht der Sonderermittlerin Margarethe Sudhof zu teuren Maskenkäufen in der Anfangszeit der Corona-Pandemie einsehen konnten. Demnach soll Spahn eine Firma aus seiner westfälischen Heimat „ohne Teilnahmewettbewerb“ mit der Logistik der Maskenbeschaffung bevorzugt haben. Weil diese die Logistik der Maskenkäufe nicht stemmen konnte, blieben mehr als 100 Lieferanten auf ihren bereits an den Bund verkauften Masken sitzen – und klagen Schäden von 2,3 Milliarden Euro ein.
ExklusivMasken-Affäre
Wie Jens Spahn Steuermilliarden versenkte
Eine unter Verschluss gehaltene Untersuchung über die Maskenbeschaffung in der Corona-Zeit bringt den damaligen Gesundheitsminister in Bedrängnis.









