Für Vogelfreunde ist es eine Sensation, als Anfang März im Unterallgäu ein Gänsegeier seine Kreise über dem Voralpenland zieht. Viele machen sich auf den Weg, um das aus Frankreich oder Italien eingeflogene Tier zu bestaunen – immerhin einer der größten flugfähigen Vögel Europas. Doch die Freude über den seltenen Gast währt nur kurz. Zwei Wochen nach seiner ersten Sichtung ist der Geier tot. Eine Untersuchung hat nun ergeben, dass er an einer Bleivergiftung gestorben ist. Das Schwermetall hat Leber, Niere und Lunge zerstört. Alles deutet darauf hin, dass sich der Vogel vergiftet hat, als er die Überreste eines mit bleihaltiger Munition geschossenen Tieres gefressen hat.
Bleivergiftung gefährdet Millionen Vögel
Der Tod eines Gänsegeiers im Unterallgäu zeigt die Gefahr von Bleivergiftungen für Vögel. Schätzungen zufolge sind in Europa 14 Millionen Vögel betroffen, darunter Greifvögel wie Adler und Bussarde. Die EU plant ein Verbot von Bleimunition.






