In ein paar Tagen wird David Beckham Ritter sein, er ist ja auch schon fünfzig. Beckham wird, wenn es so kommt, wie britische Medien mit gutem Draht ins Königshaus berichten, auf der jährlichen Geburtstagsliste des Königs mit neu zu ernennenden Knights und Dames stehen. „Niemals hat ein Mann die Anerkennung mehr verdient“, jubelte die Sun, wobei nicht ganz klar ist, ob das die Mehrheitsmeinung der Briten wiedergibt. Manche betrachten das ausufernde System der royalen Belohnungstitel für Menschen, die man aus dem Fernsehen kennt, durchaus skeptisch. Wenigstens, schrieb der Kolumnist Rod Liddle in der Sunday Times lakonisch, sei Beckhams Rittertitel nicht der „ungeheuerlichste“ der Geschichte. George V. habe einst auch Benito Mussolini zum Ritter ernannt.

David Robert Joseph Beckham, aufgewachsen in einer Arbeiterklassenfamilie in Leytonstone in Ost-London, war der Golden Boy des englischen Fußballs, Kapitän der Nationalmannschaft, mit Manchester United gewann er sechs Mal die Premier League und ein Mal die Champions League, mit Real Madrid die spanische und mit Paris St. Germain die französische Liga. Seit zwölf Jahren ist er kein Fußballer mehr, wobei Beckham ja nie nur Fußballer war. Er war immer auch einer für die Titelseiten von Mode-, Männer-, Promi-Magazinen und Boulevardblättern, nicht zuletzt durch seine Hochzeit mit Spice Girl Victoria.