In dem Tunnel, in dem Mohammed Sinwar gestorben sein soll, ist es warm, und es riecht süßlich nach Fäule. Fliegen schwirren umher. Der enge Gang führt zu einem Raum, in dem Matratzen und Decken auf dem Boden liegen, verschmiert mit dunkler Flüssigkeit. Hinten steht ein kleiner Plastikhocker. Hier unten sollen sich Hamas-Militärchef Sinwar und andere Mitglieder der islamistischen Palästinenserorganisation versteckt gehalten haben, acht Meter unter dem Eingang zur Notaufnahme des europäischen Krankenhauses in der Stadt Chan Yunis im Gazastreifen. Und an diesem Sonntag führte die israelische Armee eine Gruppe Journalisten aus Frankreich, Deutschland, den USA, Großbritannien und Israel hinab, um ihnen diesen Fund zu präsentieren, knapp vier Wochen nach dem international scharf kritisierten Angriff auf diese letzte Krebsklinik in Gaza. Es ist eine der seltenen Gelegenheiten für ausländische Journalisten, überhaupt an Ort und Stelle Eindrücke zu sammeln – wenn auch nur solche, die die Armee ihnen gestattet.
Gaza: Im Versteck des Hamas-Anführers
Journalisten werden selten in den Gazastreifen gelassen. Nun hat Israels Armee Medien in den Tunnel unter dem Krankenhaus von Chan Younis geführt.










