Tel Aviv (dpa) - Tausende Menschen haben am Abend in mehreren Städten Israels gegen die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu protestiert und die Freilassung der Geiseln in Gaza aus der Gewalt islamistischer Terroristen gefordert. Die Tochter einer getöteten Geisel warf der „Times of Israel“ zufolge bei einer Kundgebung in Tel Aviv der Regierung vor, den seit 20 Monaten andauernden Krieg in dem abgeriegelten Küstenstreifen auf Kosten der Verschleppten in die Länge zu ziehen. Laut Berichten gingen Sicherheitskräfte am Rande gewaltsam gegen Anti-Kriegsdemonstranten vor.
Berichten zufolge gingen Sicherheitskräfte gewaltsam gegen Anti-Kriegsdemonstranten vor.
(Foto: Ohad Zwigenberg/AP/dpa)
Kurz zuvor hatte das israelische Militär die Bergung der Leiche einer thailändischen Geisel im Gazastreifen bekanntgegeben. Die sterblichen Überreste des Mannes seien in einem Spezialeinsatz bei Rafah im Süden Gazas gefunden worden. Der Thailänder war demnach beim Terrorüberfall der Hamas und anderer Terrorgruppen am 7. Oktober 2023 in Israel zusammen mit etwa 250 anderen Menschen nach Gaza verschleppt worden. Während seiner Geiselhaft sei er von Mitgliedern der Mudschahedin-Brigaden getötet worden.









