Bevor die deutsche Nationalmannschaft am Sonntagnachmittag gegen Frankreich ihr letztes Länderspiel in dieser Saison bestreitet, hat sie noch eine Botschaft von höherer Stelle empfangen. „Man sollte darüber nachdenken, einen Rechtsverteidiger zu finden und Joshua Kimmich ins Mittelfeld zu ziehen“, schrieb Lothar Matthäus in seiner Sky-Kolumne. Zwar ist der Hinweis, übers Finden nachzudenken, noch nicht wahnsinnig konkret, aber er lenkt den Blick auf einen lebenswichtigen Mannschaftsteil, mit dem sich kaum einer besser auskennt als Matthäus: aufs zentrale Mittelfeld. Als offensiver defensiver Mittelfeldspieler (oder umgekehrt) prägte Matthäus eine Epoche und war in jedem Fall etwas, was der aktuellen deutschen Nationalelf noch fehlt: eine Autorität.