Manchmal fordert Klaus Joelsen einen Schüler auf, ein Hakenkreuz ans Whiteboard zu malen. Damit alle wissen, worüber sie reden. Er erklärt dann, dass das in diesem Fall okay war, aber in allen anderen Fällen eine Straftat ist. Spricht mit der Schulklasse darüber, warum das Symbol in Deutschland verboten ist, nicht alle wissen das. Anlass für seinen Besuch sind oft genau solche Hakenkreuze an den Wänden des Schulhauses. „In der Regel steckt keine radikale Gesinnung dahinter“, sagt er, das komme immer wieder vor. Und trotzdem ist es nicht so, dass ein Hakenkreuz mehr oder weniger an einer Schule ihn nicht schert. Im Gegenteil. „Es wäre eine Katastrophe, wenn Hakenkreuz-Schmierereien an Schulen normal würden.“
München: Was die Stadt gegen Rassismus an Schulen tut
Grundschulkinder, die rassistisch beleidigt werden, rechtsextreme Bilder im Klassenchat - das ist Teil des Schullebens, auch in München.







